Zypern 2017 – Meine erste Pauschalreise

Die Insel Zypern liegt im Mittelmeer unweit der Türkei und Syrien. Im Frühjahr 2017 verbrachte wir dort einen schönen aber auch spannenden siebentägigen Urlaub. Spannend vor allem deswegen, weil Zypern seit 1974 in zwei Teile unterteilt ist. Als ein Kind, das nach der Wende geboren wurde, ein völlig neues Gefühl. Irgendwie beklemmend. Hier treffen zwei Welten und Weltreligionen aufeinander.

Aber lest selbst, was wir auf Zypern alles erlebten.

Zuvor muss ich noch erwähnen, dass wir diesmal nicht mit dem Rucksack sondern ganz „Touri“ als Pauschaltouristen unterwegs waren. Mein Fazit vorweg: Kann man hin und wieder doch mal machen.

Wir checkten in einem großen Hotel in Ayia Napa, dem „Ballermann“ Zyperns ein. Es war noch keine Saison und so war es zum Glück sehr ruhig. Das Hotel war gepflegt und der schöne Strand „Nissi Beach“ wusste zu überzeugen. Hier verbrachten wir einige Nachmittage, lasen Bücher, tümmelten unsere Astralkörper unter der warmen zypresischen Sonne und schlürften den ein oder anderen Cocktail. Ayia Napa bietet ein paar Einkaufsmöglichkeiten, ein Hard Rock-Café und während der Saison wohl einige Bars, Discos und Nachclubs, die während unserer Tour jedoch geschlossen waren. Was ein Glück!

Tauchen mit Godfrey

Der zweite Tag stand für uns im Zeichen des Tauchens. Mit der Tauchschule Lucky Divers und unserem englischen Instructor Godfrey fuhren wir zwei Tauchspots an. Der erste Spot war ein schöner aber unspektakulärer Spot, um einfach wieder die Tauchabläufe zu verinnerlichen. Hier wurden ein paar Statuen versenkt, die es zu entdecken galt. Ab und an kreuzten Fischschwärme unsere Route.

Nachdem wir uns mit dem Tauchen wieder vertraut gemacht hatten, hieß es „Cave Diving“. Eine wunderschöne Tauchstrecke durch sieben kleine Höhle erwartete uns. Natürlich war es uns zu Beginn ein wenig mulmig zumute, aber mit jeder durchtauchten Höhle fühlten wir uns sicherer und am Ende genossen wir das Gleiten durch die Tunnel, Öffnungen und dunklen Höhlen. Ein schöner Tauchgang.

Städte im Norden und Süden

An den nächsten Tagen hatten wir ein Auto gemietet um, die Insel zu erkunden. Autofahren auf Zypern ist einfach, da es nur ein paar Autobahnen gibt, die alle wichtigen Ort verbinden. Aber Achtung: Linksverkehr! Wir besuchten die Hafenstadt Paphos, die Bibelleser von Paulus Missionsreise kennen dürften. 2017 übrigens auch Kulturhauptstadt Europas. Die Königsgräber, der Archäologische Park und das mittelalterliche Kastell gehörten zu unserem Sightseeingprogramm.

In Larnaka besichtigten wir die  Agios-Lazaros-Kirche, in der angeblich einige sterbliche Überreste des Lazarus liegen sollen.  Da wir kurz vor Ostern da waren, hieß es Schlange stehen. Ansonsten schauten wir noch die Moschee Hala Sultan Tekke und den benachbarten Salzsee an.

Nikosia, die Hauptstadt und letzte geteilte Hauptstadt in Europa gehört definitiv nicht zu den schönsten Städten der Welt aber ein Besuch lohnt  sich auf jeden Fall. In der übersichtlichen Fußgängerzone steht plötzlich ein Grenzhäuschen an dem man seinen Pass vorzeigen muss. Plötzlich steht man nicht mehr im europäisch-griechischen Teil der Insel sondern in Lefkosia, der de-facto Hauptstadt der Türkischen Republik Nord-Zypern. Die vorher sehr westlich geprägte Einkaufsstraße erinnerte mich nun eher an die Basare, die ich aus Marokko kannte. Die Kirchen in diesem Teil der Stadt wurden zum Großteil in Moscheen umgewandelt. Wir besichtigten die Selimiye-Moschee, die im 13. Jhd. als Heilige-Sophien-Kathedrale wurde und galt als Meisterwerk der gotischen Baukunst. Im 16. Jhd. wurde aus der Kirche die Moschee. Für mich eine beeindruckende Erfahrung.

Im Nordteil, der sich wirklich stark vom Südteil unterscheidet, statteten wir noch der Grenzstadt Farmagusta einen Besuch ab.

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Halloumi und die einheimische Küche

Was ist typisch zyprisches Essen? Wir lieben den klassischen Halloumi-Käse, der auf der ganzen Welt geschätzt wird. Ansonsten empfehlen wir Mezé. Bei diesem Gericht werden kleine Teller mit ganz unterschiedlichen landestypischen Essen serviert. Neben Lamm, natürlich Halloumi, Tsatsiki und Oliven kommen auch so exotisch-mediterrane Spezialitäten, wie Schnecken, Cevapcici und Weinblätter auf den Tisch.

 

Am Ende flogen wir erholt und voller Eindrücke wieder zurück nach Düsseldorf.

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