Wanderung zur Lahnquelle oder warum man auch bei Regenwetter wandern sollte

Burglind fegt über Deutschland und hält die Hausbesitzer an den Flüssen in Atem, wir hingegen müssen lediglich unsere Winterwanderung verschieben. Was ein Glück! Wobei von „Winter“ in diesen Tagen eigentlich nicht zu sprechen ist.

Der Sturm und die starken Böen sind vorbei aber der Regen will einfach nicht aufhören.  2018-01-04 09.02.51Es bleibt dabei: Nieselregen und Schauer wechseln sich ab. Wieder verschieben? Nein! Wir wollen los.

IMG-20180104-WA0021_1515236147042Unsere Wanderroute führte uns über den Offdillner Bahnhof zum Jagdberg, der höchsten Erhebung im Lahn-Dill-Kreis (673 m). Dort lag trotz des Mistwetters noch Schnee. Vom Jagdberg ging es dann zur Lahnquelle (603 m. ü. NHN), unserem selbst gesteckten Ziel.

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Hier rasteten wir ausgiebig, aßen Schnitzel, genossen ein kühles Blondes und machten uns auf der selben Route, die wir gekommen waren, wieder auf den Heimweg. Insgesamt waren es ca. 33 Kilometer und einige Höhenmeter. Am Abend war eine heiße Dusche und das Sofa dann verdientes Pflichtprogramm.

distanzhöhenprofil

Wir waren von 8:00 Uhr bis 17:30 Uhr unterwegs und kamen noch kurz vor der völligen Dunkelheit an. Sturmtief „Burglind“ hatte uns jedoch einige Hindernisse auf dem Weg hinterlassen: umgestürzte Bäume, tiefe Pfützen und ein ordentlich matschiger Untergrund. Und somit blieben wir nicht ganz im vorher errechneten Zeitplan.

Ich möchte ganz kurz drei Punkte aufzählen, warum ich finde, dass man trotz schlechten Wetters solche Wanderungen machen sollte:

  1. Man ist alleine unterwegs. Außer einem älteren Herrn, der mit seinen Hunden spazieren ging, trafen wir niemanden. Auch auf dem Abschnitt, der über den beliebten Rothaarsteig führt, war kein Mensch sonst unterwegs. So kann man die Natur genießen.
  2. Die Natur völlig neu erleben. Natürlich ist es schön, wenn durch die Baumwipfeln die Sonne scheint und die Vögle zwitschern. Aber die feuchte Nebelwand, das Rauschen der überfüllten Bäche und die früh einsetzende Dunkelheit lassen das Bekannte ganz neu auf einen wirken. Es hat fast etwas Verwunschendes, gar Mystisches und erinnert mich an die Stimmung aus der wunderbaren Netflix-Serie „Dark“ (kurze Anschauempfehlung).
  3. 2018-01-04 12.20.48Man lernt einfache Dinge zu schätzen. Eine warme Dusche, eine Hopfenkaltschale, ein gemütlicher Abend auf dem Sofa und eine wärmende Tasse Kaffee sind in meinem Alltag keine Fremden aber nach einem anstrengenden, nassen und kalten Tag draußen bekommen solche Dingen einen ganz anderen Stellwert. Ja, man lernt tatsächlich schon nach einer Tagestour wieder die einfachen Dinge zu schätzen oder wenigstens intensiver zu genießen.

 

PS: Am Abend auf der Couch haben wir noch einen Städtetrip für nächste Woche raetselgebucht. Wo es hin geht? Ratet doch mal mit. Hier ein Hinweis:

 

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